Samstag, 14. November 2015

Wie lang möchte Europa den Krieg in Syrien noch ignorieren?

Überall spricht man über den Terroranschlag in Paris, doch über das Kernproblem wird geschwiegen!  Während ISIS feucht fröhlich vor sich hin gären konnte, wie eine Bakterie, denken die Politiker von heute immer noch darüber nach, ob sie sich im Syrien-Konflikt einmischen sollten oder nicht? Ein Konflikt der seit fast 5 Jahren herrscht. 

Das ist genau so, wie wenn ein Haus vor den Augen der Feuerwehr brennen würde und diese sich nicht entscheidenden können, ob man den Brand nun mit einem Wasserschlauch oder mit dem Feuerlöscher löschen soll. Dieser „Brand“ ist für den Flüchtlingsstrom verantwortlich, dieser Brand hat ISIS das sein lassen, was es heute ist, dieser Brand wird weitere Terroranschläge mit sich ziehen, wenn man endlich aufhört den syrischen Bürgerkrieg zu ignorieren.

Ich erinnere mich heute an wieder an die amerikanische Journalistin Marie Colvin und ihr französischer Fotograf Rémi Ochlik zurück, die in Syrien gestorben sind, weil sie das Leid dieser Menschen, der Außenwelt präsentieren wollten. Sie und viele andere Journalisten sind ums Leben gekommen, weil sie die Wahrheit ans Licht bringen wollten. War der Tod all dieser ausländischen Journalisten, die da unten waren und teilweise noch sind, nicht mindestens genau so nennenswert, wie die Opfer aus Paris? Warum ist das Töten von Zivilisten in Syrien, Beirut oder Irak, Politik und in Europa, ist es Terror? 

Als die Redaktion der Satirezeitschrift Charlie Hebdo gestürmt wurde und wieder viele Menschen ums Leben gekommen sind, waren sich alle bewusst, dass dies in erster Linie ein Terroranschlag, gegen die Meinungsfreiheit war. „Je suis Charlie“ war überall zu lesen. In der selben Zeit hat Boko-Haram tausende Menschen umgebracht. Leider haben bis heute nicht so viele davon erfahren, da die Weltbevölkerung zu sehr damit beschäftigt war „Je suis Charlie“ auf ihrem Facebook Profil hoch zu laden.

Es geht sicher nicht drum für Wen es nun schlimmer ist, oder was nun jetzt berechtigt ist oder nicht, sondern um das Bewusstsein, der Bevölkerung endlich mal zu wecken und zu erkennen, dass Je suis Charlie oder Pray for Paris, nichts bringen werden, wenn man nicht die Hauptursache bekämpft.

Der Tod ist letztendlich für alle etwas furchtbares, unabhängig, ob man nun Syrer, Franzose, Iraker oder Libanese ist, niemand hat es verdient so sterben zu müssen. 

I Pray for Nothing, i hope for a better future!
Je suis Arin and nobody else!

(A.J)